Projekte

 


Bahá’í-Entwicklungsprojekte basieren auf der Überzeugung, dass Gerechtigkeit eine Hauptvoraussetzung für effektiven Fortschritt ist. Gerechtigkeit erfordert es, allen Menschen Zugang zu Wissen und Bildung zu ermöglichen. Deshalb fördern die Bahá’í wissenschaftliche, künstlerische, technische, soziale, moralische und geistige Bildung. 


Banani International Secondary School in Sambia

Vielerorts sind explizite Frauen- oder Mädchenprojekte entstanden wie zum Beispiel das BFF-Partnerprojekt Banani International Secondary School in Sambia. Diese Projekte widmen sich der Bildung und dem Empowerment von Mädchen und Frauen, und unterstützen sie darin, Akteurinnen des gesellschaftlichen Wandels zu werden.

https://bananischool.org/

 

Bild: Campus Banani-School, Sambia


Barli Development Institute for Rural Women in Indore, Indien

Das “Barli Development Institute for Rural Women” befähigt überwiegend junge Frauen aus ländlichen Regionen, Förderinnen des sozialen Wandels zu werden, indem sie sich ein breites Spektrum von Fähigkeiten und Kenntnissen aneignen, um sowohl ihre eigenen Lebensbedingungen als auch das Wohl ihrer Familien und ihrer Dorfgemeinschaften zu verbessern.
Das Barli-Institut nimmt sich der Herausforderungen an, mit denen Mädchen und junge Frauen im Distrikt Madhya Pradesh konfrontiert sind, welche sozial und wirtschaftlich am Rande der Gesellschaft stehen. Die Dorf- bzw. Stammesgemeinschaften, zu denen diese jungen Frauen gehören, gelten als die ärmsten Indiens. In dieser Region ist jede 8. Personen weiblich im Alter zwischen 10 und 24 Jahren. Diese Mädchen und jungen Frauen bilden die am meisten verwundbare Bevölkerungsgruppe. Wegen ihrer Armut und tradierter diskriminierender gesellschaftlicher Normen sind viele arme Mädchen gezwungen, in sehr jungen Jahren zu heiraten und sind daher vielfältigen Gefahren wie Aids, sexueller Gewalt, körperlicher Ausbeutung ausgesetzt. Aufgrund von Vorurteilen gegenüber dem weiblichen Geschlecht werden viele Mädchen von ihren eigenen Familien als minderwertig  betrachtet und  weder gefördert noch geschützt. 

Das „Barli Development Institute for Rural Women“ wurde 1985 als ein soziales Projekt von der Bahá’í-Gemeinde Indien in Indore gegründet. In einem sechsmonatigen kostenlosen Aufenthalt lernen die Mädchen und Frauen hier Lesen und Schreiben, Hygiene- und Gesundheitsvorsorge, landwirtschaftlichen Anbau sowie ein Handwerk. Das erlernte Handwerk soll Abnehmer im lokalen Markt finden können. Das Batiken und Schneidern hat sich als eine einkommensgenerierende Quelle erwiesen. Damit ist die Versorgung ganzer Familien garantiert. 

Das Barli-Institut begann 1985 sein erstes Trainingprogramm mit 19 Frauen. Inzwischen hat das Institut 93 örtliche Ausbildungskurse in den heimischen  Dörfern der beteiligten Frauen durchgeführt mit 16 verschiedenen Programmen, an denen mehr als 4000 Frauen aus etwa 450 Dörfern aus Madhya Pradesh oder anderen Teilen Indiens teilgenommen haben.

Das Institut hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Es  wurde z.B. von der UNESCO als eines der 100  besten Bildungsprojekte in den Schwellenländern  anerkannt und von UNEP (United Nations Environment Programme) besonders ausgezeichnet. 

Das “Barli Development Institute for Rural Women” wird u.a. von dem deutschen „Bahá’í-Frauen-Forum“ unterstützt.

https://barli.org/


Kindergartenprojekt in Mosambik

Andere Projekte, wie beispielsweise ein Kindergartenprojekt in einem Vorort von Maputo in Mosambik, heben den Gender-Aspekt ihrer Arbeit ausdrücklich hervor; sie engagieren sich aktiv für Gleichberechtigung, für eine Kultur gegenseitigen Respekts und partnerschaftlicher Zusammenarbeit und für Einheit in der Vielfalt („diversity“). Punda Milea Kindergartenprojekt

http://anisa-verein.de/projekte/schwestereinrichtung-kindergarten-punda-milea-mosambik/